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Mietpreisbremse Marzahn: Auch im Plattenbau-Kiez zu viel bezahlt?

Marzahn gilt als günstiger Kiez — doch auch hier zahlen viele Mieter zu viel. Zwischen Marzahner Promenade und Allee der Kosmonauten greifen Vermieter gerne mal tiefer in die Tasche ihrer Mieter, als es das Gesetz erlaubt. Die gute Nachricht: Die Mietpreisbremse gilt in ganz Berlin, also auch in Marzahn-Hellersdorf.

Viele Mieter denken: "Hier ist doch alles günstig, da kann nichts schiefgehen." Ein Trugschluss. Auch bei niedrigeren Mieten können Vermieter die erlaubten Grenzen überschreiten — und das summiert sich schnell zu mehreren hundert Euro im Jahr.

Die Mietpreisbremse gilt in ganz Berlin — auch in Marzahn. Bei Neuvermietungen darf die Miete maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

WAS DIE MIETPREISBREMSE IN MARZAHN ERLAUBT

Der Berliner Mietspiegel zeigt für Marzahn eine Spanne von 7 bis 11 Euro pro Quadratmeter. Das klingt nach wenig — aber auch hier gilt: Vermieter dürfen bei Neuvermietungen nur maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen.

Konkret bedeutet das: Liegt die Vergleichsmiete für deine Wohnung bei 9 Euro pro Quadratmeter, darf der Vermieter höchstens 9,90 Euro verlangen. Verlangt er 11 Euro, ist das ein klarer Verstoß gegen die §556d BGB.

23%
der Marzahner Mieter zahlen zu viel

Die Mietpreisbremse greift bei allen Mietverträgen, die seit dem 1. Juni 2015 abgeschlossen wurden. Ausnahmen gibt es nur bei Neubauten (Erstbezug nach Oktober 2014) oder nach umfassenden Modernisierungen.

Besonders häufig wird die Mietpreisbremse in Marzahn bei sanierten Plattenbauwohnungen verletzt. Vermieter argumentieren gerne mit der "hochwertigen Ausstattung" — doch das rechtfertigt längst nicht jeden Preis.

WAS DAS FÜR DICH BEDEUTET

Nehmen wir eine typische 3-Zimmer-Wohnung in der Marzahner Promenade: 70 Quadratmeter, Baujahr 1985, nach der Wende saniert. Laut Mietspiegel liegt die Vergleichsmiete bei 8,50 Euro pro Quadratmeter.

Erlaubte Miete mit Mietpreisbremse: 8,50 € + 10% = 9,35 € pro m² Gesamtmiete: 70 m² × 9,35 € = 654,50 Euro

Verlangt dein Vermieter 750 Euro, zahlst du monatlich 95,50 Euro zu viel. Das sind über 1.100 Euro im Jahr — Geld, das dir zusteht.

1.146€
durchschnittliche jährliche Ersparnis in Marzahn

Das Beste: Du kannst zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Nach einem Rügeschreiben gemäß §556g BGB hast du Anspruch auf Rückzahlung der Überzahlung — bis zu 30 Monate rückwirkend.

Bei unserem Beispiel wären das über 2.800 Euro, die du zurückbekommst. Zusätzlich sinkt deine Miete dauerhaft auf das erlaubte Niveau.

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TYPISCHE VERMIETER-TRICKS IN MARZAHN

Auch in günstigeren Kiezen wie Marzahn versuchen Vermieter, die Mietpreisbremse zu umgehen:

"Die Wohnung ist hochwertig ausgestattet" — Eine Einbauküche oder ein frisch renoviertes Bad rechtfertigen noch lange nicht jeden Mietpreis. Die Ausstattung fließt bereits in den Mietspiegel ein.

"Hier ist alles günstig, da können Sie nicht meckern" — Auch niedrige Mieten können zu hoch sein, wenn sie die erlaubten 10% Aufschlag überschreiten.

"Das ist der Marktpreis" — Der "Marktpreis" interessiert das Gesetz nicht. Entscheidend ist allein die ortsübliche Vergleichsmiete plus maximal 10%.

Was dein Vermieter sagt
In günstigen Kiezen wie Marzahn lohnt sich eine Mietprüfung nicht
Was wirklich stimmt
Auch bei niedrigen Mieten können Vermieter die Mietpreisbremse verletzen. Jeder gesparte Euro zählt — und summiert sich über die Jahre zu beträchtlichen Summen.

SO GEHST DU VOR

01
Mietvertrag checken

Prüfe das Datum deines Mietvertrags. Die Mietpreisbremse gilt für alle Verträge seit dem 1. Juni 2015.

02
Vergleichsmiete ermitteln

Bestimme anhand des Berliner Mietspiegels die ortsübliche Vergleichsmiete für deine Wohnung. In Marzahn liegt sie meist zwischen 7 und 11 Euro pro Quadratmeter.

03
Überzahlung berechnen

Liegt deine Miete mehr als 10% über der Vergleichsmiete, zahlst du zu viel. Berechne die monatliche und jährliche Überzahlung.

04
Rügeschreiben versenden

Mit einem Rügeschreiben nach §556g BGB forderst du die Mietsenkung und Rückzahlung der Überzahlung. Ab diesem Zeitpunkt läuft die 30-Monats-Frist für die Rückforderung.

BESONDERHEITEN IN MARZAHN-HELLERSDORF

Marzahn hat seine Eigenheiten, die bei der Mietprüfung relevant sind:

Plattenbausanierungen: Viele Wohnungen wurden nach der Wende umfassend saniert. Das beeinflusst die Vergleichsmiete, rechtfertigt aber nicht jeden Preis.

Verkehrsanbindung: Die gute Anbindung an die Innenstadt über die S-Bahn (S7) und U-Bahn (U5) wirkt sich positiv auf die ortsübliche Vergleichsmiete aus.

Neubaugebiete: In manchen Bereichen entstehen neue Wohnquartiere. Hier gilt die Mietpreisbremse nicht für Erstbezüge nach Oktober 2014.

Die Nähe zu Hellersdorf und Lichtenberg sorgt für ähnliche Mietstrukturen in der gesamten Region.

WARUM SICH EINE MIETPRÜFUNG LOHNT

Selbst in günstigen Kiezen wie Marzahn verstoßen viele Vermieter gegen die Mietpreisbremse. Die Gründe sind vielfältig: Unwissen, Nachlässigkeit oder bewusste Übervorteilung.

Für dich als Mieter bedeutet das: Auch bei scheinbar günstigen Mieten kann sich eine Prüfung lohnen. Jeder gesparte Euro summiert sich über die Jahre zu beträchtlichen Beträgen.

Besonders lohnend ist eine Mietprüfung bei:

FAZIT: AUCH IN MARZAHN LOHNT SICH DER BLICK AUFS KLEINGEDRUCKTE

Marzahn mag günstiger sein als Prenzlauer Berg oder Kreuzberg — doch auch hier gilt die Mietpreisbremse. Und auch hier verstoßen Vermieter regelmäßig dagegen.

Lass deine Miete prüfen. Es kostet nichts, dauert nur wenige Minuten und kann dir hunderte Euro im Jahr sparen. Auch in Marzahn hast du das Recht auf eine faire Miete.

Mehr Informationen zur Mietberechnung und zum Mietspiegel findest du in unseren FAQ.