Die fehleranfälligste Kündigung im Mietrecht.Die meisten Eigenbedarfskündigungen haben einen Fehler. Er ist schon markiert, bevor Sie die Akte öffnen.
Der Mandant kommt mit einem Brief und drei Monaten Restfrist. Die Frage ist nie „darf der das", sondern „hat er es richtig gemacht" — und das entscheidet sich an sieben Punkten, die jemand einzeln durchgehen muss. Bei Ihnen ist das schon passiert: Sie öffnen die Akte zum ersten Mal, und die Kommentare stehen neben den Stellen, auf die sie sich beziehen. Das ist geschehen, bevor Sie die Akte zum ersten Mal öffnen — geprüft gegen 248 Entscheidungen zu den einschlägigen Normen, mit Fundstellen und fertigem Entwurf. Sie lesen, Sie geben frei.
Sieben Punkte, jeder einzeln belegt.
Eine Eigenbedarfskündigung ist selten ganz falsch und selten ganz richtig. Sie hat eine schwache Stelle — und die zu finden ist Fleißarbeit, keine Kunst. Genau deshalb macht sie Mila.
So sieht die Kündigung aus, wenn Sie sie zum ersten Mal aufmachen.
Kein Bericht über das Schreiben, sondern das Schreiben selbst — mit Anmerkungen an den Stellen, auf die sie sich beziehen. Sie haben nichts angestoßen und auf nichts gewartet; das war schon so, als die Akte aufging.
Sehr geehrte Frau Rutkowski, hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Mietverhältnis über die Wohnung Kastanienallee 7, 2. OG links, ordentlich zum 30.06.2026.
Die Kündigung erfolgt wegen Eigenbedarfs. Unsere Mandantin benötigt die Wohnung für ihre Tochter, die nach Abschluss ihres Studiums nach Berlin zurückkehrt und dort eine Anstellung antritt.
Das Eigentum an der Wohnung wurde im Jahr 2023 im Wege der Einbringung auf die Kastanienallee 7 GbR übertragen, deren Gesellschafter ausschließlich Familienmitglieder sind.
Vergleichbarer Wohnraum im Objekt steht nicht zur Verfügung. Wir weisen darauf hin, dass ein Widerspruch nach § 574 BGB gegen diese Kündigung möglich ist.
Der Unterschied ist nicht die Dauer. Es ist, wer wartet.
Nicht das Ergebnis ändert sich, sondern die Reihenfolge. Die Fleißarbeit passiert, bevor Sie den Fall zum ersten Mal ansehen — die juristische Verantwortung bleibt, wo sie hingehört.
Eine Eigenbedarfsakte, die einen halben Tag kostet, nimmt man nur an, wenn der Streitwert stimmt. Eine, die schon geprüft ist, wenn man sie aufmacht, nimmt man an, weil der Mandant fragt.
Die Rechtsprechung, gegen die geprüft wird.
Jede dieser Entscheidungen steht im Corpus, im Volltext, mit Datum und Fundstelle.
Vier Daten. Im Brief steht eines, und das ist das falsche.
Eine Eigenbedarfskündigung ist vor allem eine Rechenaufgabe. Das Beendigungsdatum behauptet der Vermieter; die drei Fristen, an denen die Kündigung tatsächlich hängt, muss jemand aus dem Mietvertrag und dem Grundbuch herleiten.
Zwei Flächen, ein Fall.
Der Mandant sieht nicht Ihren Befund. Er sieht, dass etwas passiert ist und was er als Nächstes tun soll — die juristische Bewertung bleibt in der Kanzlei.
Was Mila beim Eigenbedarf ausdrücklich nicht tut.
Die Fehlerliste ist Fleißarbeit und lässt sich automatisieren. Die Abwägung ist es nicht — und wird deshalb auch nicht simuliert.
Die vier Sätze, die im Erstgespräch fallen.
Jede Antwort steht auf einer Norm oder einer Entscheidung, die weiter oben auf dieser Seite belegt ist.
Dieselbe Akte, drei weitere Prüfungen.
Eine Eigenbedarfskündigung kommt selten allein. Was hier gebraucht wird, liegt in den Unterlagen, die ohnehin schon da sind.
Alle siebzehn Fallarten laufen auf derselben Akte, demselben Corpus und derselben Freigabe durch Sie. Übersicht aller Fallarten
102 von Regionalgerichten
im Corpus zu diesen Normen
Mila zitiert nur aus dem Corpus
Ein generisches Sprachmodell erfindet Aktenzeichen, die plausibel klingen und nicht existieren. Mila kann das nicht: Was nicht im geprüften Corpus steht, wird nicht zitiert — die Prüfung läuft vor dem Rendern, nicht danach. Corpus ansehen
Die Fehlerliste ist Fleißarbeit. Deshalb macht sie jemand anders.
Sieben Punkte, jeder mit Norm und Fundstelle, jeder einzeln nachprüfbar. Die Abwägung, ob die Härte durchdringt, bleibt bei Ihnen — sie war nie das Problem. Sechzehn weitere Fallarten laufen auf derselben Akte.