Die Abrechnung, die niemand nachrechnet.Jede zweite Betriebskostenabrechnung ist fehlerhaft. Diese hier ist bereits nachgerechnet.
Nicht weil die Fehler versteckt wären, sondern weil Nachrechnen Stunden kostet und der Streitwert selten vierstellig wird. Deshalb rechnet niemand nach, und deshalb bleibt der Fehler drin. Hier ist er schon markiert, mit Betrag und Norm, bevor die Abrechnung überhaupt auf Ihrem Schreibtisch liegt. Das ist geschehen, bevor Sie die Akte zum ersten Mal öffnen — geprüft gegen 120 Entscheidungen zu den einschlägigen Normen, mit Fundstellen und fertigem Entwurf. Sie lesen, Sie geben frei.
Position für Position, gegen den Umlageschlüssel.
Mila liest die Abrechnung als Tabelle aus und prüft jede Position: umlagefähig, richtig verteilt, innerhalb der Frist abgerechnet. Was nicht trägt, steht mit Betrag in der Rückforderung.
Sechs Punkte, an denen eine Abrechnung scheitert.
Die meisten Abrechnungen sind nicht falsch berechnet — sie rechnen Positionen ab, die nicht umlagefähig sind, oder sie kommen zu spät. Beides ist prüfbar, ohne den Streit über Einzelbeträge zu führen.
Die Abrechnung, wie sie in der Akte liegt.
Links das Original, rechts die Anmerkung an der Position, um die es geht. Die Beträge stammen aus dem Tabellen-Parser — das Sprachmodell kommt an die Zahlen nicht heran und kann sie deshalb auch nicht falsch abschreiben.
Abrechnungszeitraum 01.01.2025 bis 31.12.2025. Die Abrechnung wurde erstellt am 18.12.2026 und Ihnen mit Schreiben vom selben Tage übersandt.
Position 7 — Hausmeisterdienste: 410,00 EUR. Umfasst sind Reinigung der Gemeinschaftsflächen, Pflege der Außenanlagen, Winterdienst sowie Abrechnung und Schriftverkehr mit Dienstleistern.
Position 11 — Verwaltungskosten: 180,00 EUR. Position 12 — Instandhaltung Dachrinne und Fassadenanstrich Nordseite: 295,00 EUR.
Position 14 — Miete Rauchwarnmelder: 62,40 EUR. Die Geräte werden seit 2023 angemietet und turnusmäßig geprüft.
Sechshundert Euro sind kein Nachmittag wert. Deshalb prüft sie sonst niemand.
Das Ergebnis ändert sich nicht — die Fleißarbeit ist nur schon getan, wenn Sie die Abrechnung aufschlagen. Die juristische Verantwortung bleibt, wo sie hingehört.
Bei einer Abrechnung lohnt sich das nicht. Bei zweihundert schon — und es kommen jedes Jahr neue, von denselben Mandanten.
Sechs Entscheidungen, an denen die Positionen gemessen werden.
Jede steht im Corpus, im Volltext, mit Datum und Fundstelle — und jede trägt einen der Prüfpunkte oben, nicht bloß das Thema.
Wo das Rechnen aufhört.
Positionen gegen einen abschließenden Katalog zu halten ist mechanisch. Alles, was eine Schätzung verlangt, ist es nicht.
Was am Telefon gefragt wird.
Vier Fragen, vier kurze Antworten — jede auf einer Norm oder einer Entscheidung, die weiter oben belegt ist.
Was aus derselben Abrechnung folgt.
Die Betriebskostenabrechnung berührt drei weitere Fallarten — und der Mietvertrag entscheidet, ob überhaupt umgelegt werden darf.
Alle siebzehn Fallarten laufen auf derselben Akte, demselben Corpus und derselben Freigabe durch Sie. Übersicht aller Fallarten
39 von Regionalgerichten
im Corpus zu diesen Normen
Mila zitiert nur aus dem Corpus
Ein generisches Sprachmodell erfindet Aktenzeichen, die plausibel klingen und nicht existieren. Mila kann das nicht: Was nicht im geprüften Corpus steht, wird nicht zitiert — die Prüfung läuft vor dem Rendern, nicht danach. Corpus ansehen
Sechshundert Euro sind kein Mandat. Zweihundert Abrechnungen schon.
Einzeln lohnt das Nachrechnen nicht — das ist der Grund, warum es niemand tut. Wenn die Prüfung Minuten statt Stunden dauert, kippt genau diese Rechnung. Sechzehn weitere Fallarten laufen auf derselben Akte.