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11 Städte · Mietspiegel-basiert · ohne Anmeldung

Zahlst du zu viel Miete?

Adresse, Mietbeginn, Quadratmeter, Kaltmiete — vier Eingaben, eine Indikation. Wenn deine Miete über dem zulässigen Niveau liegt, rechnen wir auch durch, wieviel du zurückfordern könntest.

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01 Plausibilitätscheck

Was du weißt, reicht für eine Schätzung.

Wir gleichen deine Angaben gegen den Mietspiegel deiner Stadt ab und sagen dir, ob deine Miete vermutlich im Rahmen ist oder darüber. Eine Indikation, keine Rechtsberatung.

Straße und Hausnummer reichen — Postleitzahl hilft.
Datum laut Mietvertrag.
in m².
netto, ohne Nebenkosten.
Was wir nicht abfragen: Wohnlage, Baujahr-Detail, Ausstattung, Modernisierungen, Sonder-Konstellationen. Die echte Kanzlei-Prüfung beantwortet rund 70 weitere Fragen. Was hier rauskommt, ist eine erste Indikation.
·
Sobald die vier Felder ausgefüllt sind, prüfen wir gegen den Mietspiegel.
02 Forderungs-Berechnung

Wieviel kannst du zurückfordern?

Die Rückforderung läuft als Produkt zweier unabhängiger Achsen: Tor-Frist (Rüge ≤ 30 Mon. nach Mietbeginn) und Verjährung (3 Jahre, monatsweise). Drei Komponenten — A, B, C — addieren sich, aber jede mit eigenen Regeln.

Datum laut Mietvertrag.
Differenz zwischen vereinbarter und zulässiger Miete (laut Mietspiegel).
300 €
Datum, an dem das qualifizierte Rügeschreiben den Vermieter erreicht.
Geschätzt — typisch 3 bis 6 Monate nach Rüge, wenn Vermieter nicht einlenkt.
Verfahrensdauer ~12 bis 24 Monate ist üblich.
Schätzwert — wenn unbekannt, ein realistisches Bleib-Datum.
Gesamt-Forderungs-Potenzial
— €
A + B + C kombiniert
A
Rückwirkung ab Mietbeginn
— Monate · begrenzt durch —
— € einmalig
B
Laufende Überzahlung bis Urteil
— Monate Verfahren
— € akkumuliert
C
Zukünftige Miet-Reduzierung
— €/Monat × — Monate Restlaufzeit
— € über Restlaufzeit
Reicht für ein Gespräch mit einer Kanzlei.
Diese Zahl ist eine Schätzung — keine Rechtsberatung. Eine im Mietrecht spezialisierte Kanzlei rechnet deinen konkreten Fall durch. Wir vermitteln dich an eine Kanzlei in deiner Nähe, die mit Mila arbeitet.
Kanzlei finden →
Rechtsgrundlage
§ 556d, § 556g BGB
Verjährung
§§ 195, 199 BGB
Hemmung
§ 204 BGB
BGH-Anker
VIII ZR 94/21
Die Matrix

Zwei Achsen entscheiden, was dir bleibt.

Die Mietpreisbremse-Rückforderung ist nicht ein einzelner Wert, sondern das Produkt zweier unabhängiger Entscheidungen. Wann wird gerügt? Und wann wird geklagt, wenn der Vermieter nicht einlenkt?

Klage zeitnah≤ 12 Mon. nach Rüge
Klage spät12–36 Mon. nach Rüge
Klage zu spät> 36 Mon. nach Rüge
Tor offen Rüge ≤ 30 Mon. nach Mietbeginn
Bestfall
A = voll (bis 30 Mon.)B = vollC = voll
Teilverjährung
A = teilweise verjährtB = vollC = voll
Teilverlust durch späte Klage
A = stark verjährtB = teilweiseC = voll
Tor zu Rüge > 30 Mon. nach Mietbeginn
Tor verpasst
A = 0B = vollC = voll
Tor verpasst + Teilverjährung
A = 0B = vollC = voll
Schlechtester Fall
A = 0B = teilweiseC = voll

So liest du die Matrix: Jede Zelle zeigt, wie die drei Komponenten A · B · C ausfallen, je nachdem wo dein Fall steht. »Voll« bedeutet die Komponente schöpft ihr Maximum aus. »Teilweise« bedeutet einzelne Monatsansprüche verjähren bevor sie eingeklagt werden. »Null« bedeutet das Tor war zu — A ist nicht mehr zu haben.

Drei Komponenten

Es ist nie eine einzige Zahl.

Wer dir eine pauschale Zahl wie »X Euro Rückforderung« nennt, vereinfacht falsch. Dein Anspruch besteht aus drei unabhängigen Töpfen, die jeder eigene Regeln und Grenzen haben.

A
Rückwirkung ab Mietbeginn
min(30 Mon., Mietbeginn → Rüge) × Überzahlung
Alle Überzahlungen vom Mietbeginn bis zur Rüge — aber maximal 30 Monate weit zurück. Das ist die Tor-Frist nach § 556g Abs. 2 S. 3 BGB. Wird die Rüge später ausgesprochen, gibt es null Rückwirkung.
Maximum: 30 Monate
B
Laufende Überzahlung bis Urteil
Verfahrensdauer × Überzahlung
Solange der Vermieter weiter überhöht kassiert — und das wird er, wenn er die Rüge bestreitet — laufen jeden Monat neue Überzahlungen auf. Diese sind bis zum Urteil theoretisch unbegrenzt, aber pro Monat verjähren sie nach 3 Jahren.
Maximum: Verfahrensdauer
C
Zukünftige Reduzierung
Restlaufzeit × Überzahlung
Ab Urteil zahlst du nur noch die zulässige Miete — für die gesamte Restlaufzeit deines Mietvertrags. Das ist keine Einmalzahlung, sondern eine monatliche Reduzierung. Über Jahre wird das oft der größte Topf.
Maximum: Mietvertrags-Ende
Drei realistische Beispiele

Wie die Matrix in echten Fällen wirkt.

Annahme in allen drei Szenarien: 300 € Überzahlung pro Monat, 8 Jahre geplante Restlaufzeit, Verfahrensdauer ~14 Monate.

Bestfall
Lina, eingezogen 2024
MietbeginnJan 2024
RügeMai 2026
KlageSep 2026
TorOFFEN (28 Mon.)
Rüge gut im Tor, Klage zeitnah, Mietvertrag läuft weiter. A: 8.400 €
B: 4.200 €
C: 25.200 €

Gesamt: 37.800 €
Knapp gerettet
Familie Cetin, eingezogen 2022
MietbeginnMai 2022
RügeSep 2024
KlageJan 2025
TorOFFEN (28 Mon.)
Tor stand kurz vor Schluss, Rüge gerade noch rechtzeitig. Volle Rückwirkung gesichert. A: 8.400 €
B: 4.200 €
C: 25.200 €

Gesamt: 37.800 €
Tor verpasst
Müller, eingezogen 2018
MietbeginnMär 2018
RügeMai 2026
KlageSep 2026
TorGESCHLOSSEN (98 Mon.)
Tor seit 5,5 Jahren zu. Alle Rückwirkungen verloren. Nur noch B + C möglich. A: 0 €
B: 4.200 €
C: 25.200 €

Gesamt: 29.400 €
Häufige Fehler

Fünf Irrtümer, fünf Korrekturen.

Falsch
»Ich kann bis zu 36 Monate rückwirkend fordern.« Verwechselt die 3-Jahres-Verjährung mit der Rückwirkungs-Decke.
Richtig
Maximum 30 Monate Rückwirkung. Die 3-Jahres-Verjährung ist eine separate, zweite Decke, die nur verkleinern kann.
Falsch
»Sobald ich rüge, stoppt die Verjährung.« Sehr verbreiteter Irrtum — auch in juristischen Foren.
Richtig
Die Rüge öffnet das Tor — die Klage hemmt die Verjährung. Wer nach der Rüge zu lange wartet, verliert die ältesten Monatsansprüche (§ 204 BGB).
Falsch
»30 Monate + 36 Monate = 66 Monate möglich.« Die Decken werden gestapelt verstanden.
Richtig
Beide Fristen blicken vom selben Stichtag zurück — die kleinere gewinnt. Maximum Rückwirkung bleibt 30 Monate. Mehr Geld kommt aus B + C, nicht aus mehr Rückwirkung.
Falsch
»Wenn das Verfahren 3 Jahre dauert, bekomme ich 3 weitere Jahre zurück.« Verkennt den Unterschied zwischen Rückwirkung und laufender Überzahlung.
Richtig
Die Verfahrenszeit erhöht Komponente B, nicht A. Voraussetzung: Der Klageantrag deckt die laufenden Beträge ausdrücklich ab.
Falsch
»Eine pauschale Rüge reicht — ›deine Miete ist zu hoch‹.« Vermieter hat dann das Recht abzulehnen.
Richtig
Die Rüge muss substantiiert sein. Bezug zum Mietspiegel, konkrete Vergleichsmiete, Berechnungsgrundlage. Sonst wird die Rüge nicht wirksam.
Wer hier eigentlich arbeitet

Die Kanzlei macht den Fall. Mila macht die Recherche.

Die Matrix oben ist die einfache Geschichte. Die komplizierte beginnt, wenn dein Vermieter mit Modernisierungs-Argumentation kontert (§ 556e BGB), die Vormiete höher war als der Mietspiegel (§ 556e Abs. 1), ein neuer Mietspiegel zwischen Vertragsschluss und heute herauskam, oder die Wohnfläche im Vertrag von der tatsächlichen abweicht. Jede dieser Konstellationen verändert deine Forderung erheblich — und ist ein Job für eine im Mietrecht spezialisierte Kanzlei, nicht für einen Online-Rechner.

Mila ist die KI-Plattform, mit der diese Kanzleien arbeiten. Auf der Kanzlei-Seite analysiert Mila den Mietvertrag, das Vermieter-Schreiben und die einschlägige Mietrechts-Rechtsprechung — und gibt deiner Anwält:in in unter 60 Sekunden eine vollständige Befund-Liste mit Erfolgs-Einschätzung pro Argument. Keine Magie. Saubere Arbeit mit Werkzeugen, die deutsche Anwält:innen bislang nicht hatten.

Für dich heißt das: mehr durchsetzbare Forderung, weniger Verfahrens-Risiko, schnellere Kommunikation. Du beauftragst die Kanzlei — die Kanzlei nutzt Mila. Mila siehst du gar nicht.

Für Anwält:innen

Du arbeitest im Mietrecht? Diese Seite arbeitet für dich.

Mieter:innen finden diesen Rechner über die Suchmaschine, rechnen ihre Forderung durch, klicken auf »Kanzlei finden« — und landen bei einer Mila-Partnerkanzlei. Im April 2026: 1.847 vermittelte Mandate-Anfragen.

01 · Recherche
Mila analysiert Mietvertrag und Vermieter-Schreiben gegen 1.322 verifizierte Mietrechts-Entscheidungen. Befund-Liste in unter 60 Sekunden, mit BGH-Anker pro Argument.
02 · Erstentwurf
Qualifizierte Rüge, Klageschrift, Replik — Mila erzeugt den Erstentwurf in deinem Briefkopf, mit substantiierter Mietspiegel-Berechnung. Du prüfst, gibst frei, schickst raus.
03 · Mandate
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Häufige Fragen

Was Mieter vor dem ersten Schritt wissen sollten.

Wieviel Miete kann ich bei Mietpreisbremse maximal zurückfordern?
Maximal 30 Monate rückwirkend ab Mietbeginn. Plus die laufenden Überzahlungen ab Rüge bis zum Urteil. Plus die zukünftige Mietreduzierung ab Urteil bis Mietvertrags-Ende. Die 30 Monate sind eine harte Obergrenze nach § 556g Abs. 2 S. 3 BGB — niemals höher, egal was online steht.
Was passiert, wenn ich erst nach 30 Monaten rüge?
Wenn deine qualifizierte Rüge dem Vermieter mehr als 30 Monate nach Mietbeginn zugeht, ist die rückwirkende Rückforderung vollständig ausgeschlossen. Du kannst nur noch die ab Rüge-Zugang laufende Überzahlung zurückfordern und die Miete für die Zukunft reduzieren lassen. Das Tor schließt mit Ablauf des 30. Monats — und es öffnet sich nicht wieder.
Hemmt die Rüge die Verjährung?
Nein. Das ist ein häufiger Irrtum. Die Rüge öffnet nur das Tor für rückwirkende Ansprüche, hemmt aber nicht die 3-Jahres-Verjährung (§§ 195, 199 BGB). Hemmung tritt erst durch Klageerhebung, Mahnbescheid oder Anerkenntnis des Vermieters ein (§ 204 BGB). Wenn du nach der Rüge zu lange wartest, verlierst du die ältesten Monatsansprüche.
Was ist der Unterschied zwischen 30 Monaten und 3 Jahren?
Die 30-Monats-Frist ist eine Tor-Frist: Sie entscheidet, ob die Rückwirkung überhaupt greift. Wenn das Tor zu ist, ist es ganz zu. Die 3-Jahres-Verjährung ist eine zweite, monatsweise wirkende Decke: Sie begrenzt, wie weit zurück einzelne Monatsansprüche noch durchsetzbar sind. Die beiden Fristen stapeln sich nicht aufeinander — die kleinere von beiden begrenzt deine Forderung.
Wie muss eine wirksame Rüge formuliert sein?
Eine pauschale Rüge — »deine Miete ist zu hoch« — genügt nicht. Der BGH verlangt konkrete Angaben zur Berechnungsgrundlage: Bezug zum Mietspiegel, Vergleichsmiete in €/m², deine tatsächliche Miete, die rechnerische Überzahlung. Ohne diese Substantiierung wird die Rüge nicht wirksam und löst keine Rechtsfolgen aus. Mila baut substantiierte Rügen automatisch mit Mietspiegel-Berechnung und Quellen-Verweisen.
In welchen Städten gilt die Mietpreisbremse?
In allen Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, die per Landesverordnung ausgewiesen sind — darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Mannheim, Freiburg, Hannover sowie viele kleinere Städte. Die jeweilige Mietenbegrenzungs-Verordnung gilt meist für das gesamte Stadtgebiet und wird in mehrjährigen Abständen verlängert. Bei Neuvermietungen darf die Miete maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen — Ausnahmen nach §§ 556e und 556f BGB sind eng auszulegen.
Was, wenn der Vermieter sich auf Modernisierung beruft?
Der Vermieter trägt die volle Substantiierungs-Last. Er muss die umfassende Modernisierung nach § 556f BGB oder die nicht-umfassende Modernisierung nach § 556e Abs. 2 BGB konkret nachweisen — Einzel-Maßnahmen reichen nicht. Die BGH-Linie der letzten Jahre legt die Voraussetzungen eng aus. Pauschale Bezugnahme auf »Sanierung« oder »Renovierung« genügt nicht. Wenn deine Anwältin die Modernisierungs-Argumentation des Vermieters substantiiert zerlegt, fällt die Verteidigung oft komplett weg.
Was kostet ein Mietpreisbremse-Verfahren?
Bei Kanzleien, die mit Mila arbeiten, läuft der Fall fast immer auf Erfolgs-Basis. Wir gewinnen nur wenn du gewinnst. Was wir zurückholen, teilen wir. Du zahlst nichts, wenn nichts rauskommt. Bei Erfolg behält die Kanzlei einen Anteil der zurückgeholten Summe — die Konditionen kommuniziert deine Kanzlei vor Mandatsannahme transparent.
Wer ist Mila — Anwalt oder Software?
Mila ist die KI-Plattform, mit der spezialisierte Mietrechts-Kanzleien arbeiten. Mila selbst ist keine Kanzlei und berät dich nicht direkt. Den Fall führt eine zugelassene Anwält:in — Mila liefert ihr die Recherche, die Erstentwürfe und die Rechtsprechungs-Analyse. Für dich heißt das: bessere Vorbereitung, schnellere Bearbeitung, ortsnaher Ansprechpartner.
Kann ich die Mietpreisbremse auch ohne Anwalt durchsetzen?
Theoretisch ja, praktisch selten erfolgreich. Vermieter — vor allem institutionelle — wissen, dass Privat-Mieter selten klagen. Sie lehnen die Rüge formal ab und warten ab. Ohne Klageandrohung passiert dann nichts. Auch der Berliner Mieterverein und andere Mieterschutz-Vereine raten bei substantiellen Forderungen zu anwaltlicher Vertretung — die Berufungs-Quote im Mietrecht liegt sehr hoch.
Was ist mit Indexmietverträgen?
Die Mietpreisbremse gilt für die Anfangsmiete. Indexierungs-Klauseln greifen erst danach und sind grundsätzlich zulässig. Wenn die Anfangsmiete zu hoch war, muss sie auf das zulässige Niveau (Vergleichsmiete + 10 %) reduziert werden — die Indexierung läuft dann von dieser reduzierten Basis aus weiter, nicht von der überhöhten Anfangsmiete. Eine vollständige Suspendierung der Mietpreisbremse durch eine Index-Klausel ist nicht möglich.
Hinweis: Diese Seite und der Rechner sind eine vereinfachte Darstellung der gesetzlichen Regelungen zur Mietpreisbremse. Sie ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Konkrete Forderungen, Verjährungs-Stichtage und Verfahrens-Strategie hängen von Details deines Mietvertrags, der Vermieter-Position und der einschlägigen Rechtsprechung ab. Für eine verbindliche Einschätzung deines konkreten Falls wende dich an eine im Mietrecht spezialisierte Kanzlei — gerne eine, die mit Mila arbeitet.