Fristlos, ordentlich — oder beides hilfsweise.Eine gezahlte Miete rettet nicht jede Kündigung. Welche sie rettet, steht schon in der Akte.
Der Vermieter kündigt fristlos und hilfsweise ordentlich. Der Mandant zahlt nach und hält die Sache für erledigt. Sie ist es nicht — und diese Lücke entscheidet den Fall. Wenn Sie den Brief zum ersten Mal aufschlagen, sind beide Kündigungen getrennt geprüft und der Rückstand ist nachgerechnet. Das ist geschehen, bevor Sie die Akte zum ersten Mal öffnen — geprüft gegen 283 Entscheidungen zu den einschlägigen Normen, mit Fundstellen und fertigem Entwurf. Sie lesen, Sie geben frei.
Der Mandant hält es für erledigt. Es ist der gefährlichste Moment.
Er hat nachgezahlt, der Vermieter hat sich nicht mehr gemeldet, und die Wohnung steht noch. Was er nicht weiß: die zweite Kündigung im selben Brief läuft weiter.
Zwei Kündigungen, ein Brief.
Fast jede Zahlungsverzugskündigung kommt doppelt. Sie haben eigene Voraussetzungen, eigene Heilungswege — und wer nur eine prüft, verliert die andere.
Der Rückstand wird nachgerechnet, nicht übernommen.
Die Verzugssumme im Kündigungsschreiben ist eine Behauptung des Vermieters. Mila stellt Soll und Ist aus den Kontoauszügen gegenüber — Monat für Monat.
Zwei Kündigungen, ein Blatt — beide schon markiert.
Nicht der Bericht über das Schreiben, sondern das Schreiben selbst. Die Anmerkungen stehen an den Stellen, auf die sie sich beziehen; die Verzugssumme daneben stammt aus dem Tabellen-Parser, nicht aus dem Brief.
Sehr geehrter Herr Adamczyk, wegen eines Zahlungsrückstands in Höhe von 2.360,00 EUR kündigen wir das Mietverhältnis über die Wohnung Sonnenallee 132, 3. OG rechts, hiermit fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Termin.
Die fristlose Kündigung stützen wir auf § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB. Vorsorglich kündigen wir das Mietverhältnis auch ordentlich; der Zahlungsverzug stellt zugleich eine erhebliche Pflichtverletzung im Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB dar.
Das Mietverhältnis endet damit spätestens zum 30.04.2026. Wir fordern Sie auf, die Wohnung bis zu diesem Zeitpunkt geräumt zurückzugeben.
Eine Abmahnung war entbehrlich. Im Übrigen ist das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien nachhaltig zerrüttet.
Der Unterschied ist nicht die Dauer. Es ist die Reihenfolge.
Das Ergebnis ändert sich nicht — die Fleißarbeit liegt nur nicht mehr vor Ihnen, sondern hinter Ihnen, wenn Sie die Akte aufschlagen. Die juristische Verantwortung bleibt, wo sie hingehört.
Der Fall, den man wegen des Aufwands an den Mandanten zurückgibt, wird zu dem Fall, den man annimmt.
Vier Sätze aus dem Erstgespräch.
Die Fragen, die kommen, bevor die Akte überhaupt offen ist — und die kurze Antwort, die auf dieser Seite belegt ist.
Was an derselben Akte hängt.
Eine Kündigung wegen Zahlungsverzugs zieht drei weitere Prüfungen nach sich — sie laufen auf denselben Unterlagen.
Alle siebzehn Fallarten laufen auf derselben Akte, demselben Corpus und derselben Freigabe durch Sie. Übersicht aller Fallarten
94 von Regionalgerichten
im Corpus zu diesen Normen
Mila zitiert nur aus dem Corpus
Ein generisches Sprachmodell erfindet Aktenzeichen, die plausibel klingen und nicht existieren. Mila kann das nicht: Was nicht im geprüften Corpus steht, wird nicht zitiert — die Prüfung läuft vor dem Rendern, nicht danach. Corpus ansehen
Zwei Kündigungen in einem Brief, getrennt geprüft.
Fast jede Zahlungsverzugskündigung kommt doppelt: fristlos nach § 543, hilfsweise ordentlich nach § 573. Beide haben eigene Voraussetzungen und eigene Heilungswege. Wer nur eine prüft, verliert die andere.
Sechs Entscheidungen, gegen die dieser Brief gelesen wurde.
Jede steht im Corpus, im Volltext, mit Datum und Fundstelle. Keine davon ist über die Suche gefunden und ungelesen zitiert.
Die zweite Kündigung ist die, die zählt.
Wer nur die fristlose prüft, übersieht die hilfsweise ordentliche — und verliert den Fall Monate später. Mila prüft beide, jedes Mal. Sechzehn weitere Fallarten laufen auf derselben Akte.